So solltest du mit deinem Kind umgehen, wenn du wütend bist!

Aggression sollte nie in Gewalt ausarten:

Zu sehen ist eine Mutter mit Kind und es geht um den Umgang mit dem Kind im wütenden Zustand.

Es mag zwar das Natürlichste der Welt sein, aber Fakt ist: Ein Kind großzuziehen, ist keine leichte Aufgabe. Insbesondere wenn dein Spross mal wieder dabei ist, dich in den Wahnsinn zu treiben, ist es schwierig, die Ruhe zu bewahren. Was du in solchen Situationen unbedingt beachten solltest, erfährst du hier.

Wer ein Kind in die Welt setzt, sollte sich bewusst sein, dass daraufhin nicht mehr alles seinen geregelten Gang gehen kann. Ein Kind bedeutet Aufregung, Chaos, Dreck und Krach – und obwohl es natürlich auch mit ganz viel Liebe und tollen Erfahrungen verbunden ist, muss man sich damit abfinden, dass zwangsläufig früher oder später die Grenzen der eigenen Geduld und Toleranz erreicht werden. Wenn der Geräuschpegel unerträglich, das Lieblingsshirt mit Saft übergossen wird oder die schöne Vase beim Ballspiel im Wohnzimmer zerbricht – dann kann es schon mal passieren, dass man selbst als eingefleischtes Elternteil kurz vorm Nervenzusammenbruch steht. 

Dass dabei manchmal aggressive Impulse durchkommen, ist kein Wunder – nur sollte man ihnen nicht Folge leisten. Selbst ein kurzer Handausrutscher in Form eines Klapses auf den Po oder die Finger kann dabei Schaden anrichten! Vielleicht nicht körperlich, aber auf jeden Fall seelisch. 

Wie fatal sich der gelegentliche Klaps nämlich langfristig auf das Kind auswirken kann und wie du stattdessen handeln solltest, wenn du vor Ärger einfach nicht mehr weiter weißt, liest du auf der nächsten Seite!

Das Kind ist traurig und es geht um den Umgang mit Kindern.

Eine Studie der Universitäten in Texas und Michigan in den USA hat nun nämlich ergeben, dass Kinder, die ab und an einen "harmlosen" Klaps verpasst bekommen, dadurch selbst aggressiv und potentiell gewalttätig werden.

Denn durch dieses Verhalten der Eltern wird den Kindern suggeriert, dass die körperliche Gewalt als Mittel zum Zweck durchaus erlaubt ist, um das zu bekommen, was sie wollen – im Falle der Eltern das Gehorsam der Kinder. Und selbst das ist ein Irrglaube, denn tatsächlich bewirkt ein solcher Klaps überhaupt nichts – zumindest nichts Positives.

Noch ein interessanter Zusammenhang: Die Studie ergab, dass Kinder, die regelmäßig einen Klaps auf den Po bekamen, im Durchschnitt dümmer waren als andere Kinder im gleichen Alter – und zwar um fünf IQ-Punkte. 

Eine fatale Feststellung, denn etwa 80% der Eltern in aller Welt greifen bis heute immer noch regelmäßig auf leichte Klapse zurück, um ihre Kinder fügsam zu machen, obwohl sie es selbst nicht als "Schlagen" bezeichnen würden. Dass selbst der vermeintlich harmloseste Klaps verheerende Folgen haben kann, hat die amerikanische Studie bewiesen.

Aber was tun, wenn eine Situation dich zu überwältigen droht und du die Aggression in dir hochkochen spürst? Das richtige Verhalten erfährst du auf der nächsten Seite.

Eine Mutter ist mit ihrem Kind abgebildet und es geht um den Umgang mit Kindern.

Wichtig ist vor allem eines: Ein Kind sollte nie für falsches Verhalten bestraft werden – sondern für richtiges belohnt. 

Diese sogenannte "positive Verstärkung" sorgt dafür, dass ein Kind sich daraufhin bemüht, sich weiterhin gut zu benehmen – in der Hoffnung, erneut dafür belohnt zu werden. Klapse oder gar Schläge sind daher keine gute Idee und sorgen nur dafür, dass das Kind Aggressivität und Gewalt erlernt.

Zugegeben: Manchmal fällt es den patentesten Eltern schwer, die Hände bei sich zu behalten. In solchen Situationen hilft dann nur Abstand, ein sogenanntes "Time-out". Wird der Stress zu viel und fühlt man sich von einer Lage überfordert, ist es sinnvoll, sich dieser zu entziehen, indem man beispielsweise das Zimmer oder, wenn möglich, das Haus verlässt, um durchzuatmen. Insbesondere in einem Haushalt mit zwei Eltern ist das gut möglich; man kann dem Partner und auch den Kindern signalisieren, dass man eine Pause braucht, und dieser übernimmt dann. Sind die Kinder schon älter, kann man sie auch getrost allein lassen – in solchen Momenten zählt vor allem das seelische Wohl der Eltern. Denn nur glückliche Eltern können glückliche Kinder großziehen!