Unfruchtbarkeit bei Frauen: 10 Dinge, die du wissen solltest

Ursachen, Symptome und was du tun kannst – auf einen Blick!

Frau liegt frustriert auf dem Bett

Kinderlosigkeit aufgrund von Unfruchtbarkeit ist ein hochsensibles Thema – vielleicht schafft es dieses Problem deshalb nur selten bis gar nicht in den gesellschaftlichen Diskurs. Es totzuschweigen, kann jedoch nicht die Lösung sein; insbesondere, da viele Frauen im Laufe ihres Lebens von den Ursachen und Symptomen betroffen sein können. Generell lässt sich dabei festhalten, dass Unfruchtbarkeit keine feste Eigenschaft ist, sondern phasenweise auftreten und wieder abklingen kann. Dementsprechend gibt es verschiedene Faktoren, die Einfluss auf die eigene Fruchtbarkeit nehmen. Welche das sind, woran du sie erkennst und alles, was du sonst noch über das Thema wissen musst, erklären wir dir hier: Es ist Zeit, das Tabu-Thema Unfruchtbarkeit zu brechen!

#1: Nikotin, Drogen und Alkohol wirken sich negativ aus

Bei starken Raucherinnen, wie auch Frauen, die regelmäßig Drogen und übermäßige Dosen Alkohol konsumieren, kann die Fruchtbarkeit verringert sein. Diese Faktoren können zum Ausbleiben des Eisprungs führen und damit eine Schwangerschaft unmöglich machen. Wer auf die Suchtmittel verzichtet, kann seine Fruchtbarkeit jedoch wieder steigern und erhöht die Chancen, tatsächlich schwanger zu werden. 

Eine gestresste Frau liegt im Bett

#2: Risikofaktor Stress

Ein weiterer Faktor, der Einfluss auf die weibliche Fruchtbarkeit nimmt: Stress. Egal, ob psychischer Stress durch innere Anspannung und Ängste oder körperlicher Stress durch übermäßig viel Sport – Stress bringt den Hormonhaushalt in jeder Form durcheinander. Aber auch Über- oder Untergewicht können schuld sein, wenn es mit der Schwangerschaft einfach nicht klappen will. 

Donut mit Kerze, der Geburtstag symbolisiert

#3: Auch das Alter spielt eine Rolle 

Tendenziell entscheiden deutsche Frauen sich immer später dazu, eine Familie zu gründen. Da mit steigendem Alter aber die Zahl und die Qualität der Eizellen sinkt und parallel die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen steigt, haben viele Paare jenseits der 30 und 40 mehr Schwierigkeiten, ein Kind zu zeugen, als Paare in ihren Zwanzigern. Das Alter spielt beim Thema Fruchtbarkeit also definitiv eine Rolle, muss aber kein Ausschlussfaktor sein.

Frau liegt deprimiert im Bett

#4: Manchmal sind die Hormone schuld

Experten nehmen an, dass die weibliche Unfruchtbarkeit zu etwa 30 Prozent auf hormonelle Störungen zurückzuführen ist. Produziert die Frau beispielsweise keine oder nicht genügend Eizellen oder bleibt der Eisprung aus, kann es nicht zu einer Schwangerschaft kommen. Auch wenn der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut oder die Einnistung gestört sind, führt dies zu Unfruchtbarkeit. Dabei können Geschlechtshormone wie auch Schilddrüsenhormone die Zyklusstörungen auslösen. 

Körper einer Frau mit langen Haaren

#5: Organische Ursachen

Organische Ursachen wie beispielsweise ein Eileiterverschluss, Zysten, Tumore oder Verwachsungen der Gebärmutter können die Fruchtbarkeit ebenfalls negativ beeinflussen. Weit verbreitet ist auch die sogenannte Endometriose, bei der sich der Gebärmutterschleimhaut ähnliches Gewebe an den falschen Stellen bildet. Ob du von einer Endometriose betroffen bist, kannst du hier nachlesen. 

Die Ursachen hätten wir soweit erklärt, nun geht es an die Symptome: Wie äußert sich eine Unfruchtbarkeit im weiblichen Körper?

Rotes Eis, das Periode der Frau darstellt

#6: Die Periode kann Aufschluss geben

Wer den Verdacht hat, unfruchtbar zu sein, kann zum Beispiel die eigene Periode genauer in den Blick nehmen: So weisen besonders starke Regelschmerzen, sehr ausgeprägte und lange Blutungen, aber auch eine ungewöhnlich schwache oder ausbleibende Regel auf Probleme in der Fruchtbarkeit hin. Zwischenblutungen sollten ebenfalls überwacht werden. Dies alles sind jedoch nur mögliche Symptome, die zum Teil auch auf andere Ursachen zurückzuführen sind!

Stutzig solltest du werden, wenn auch die folgenden Probleme auftreten:

Paar hält sich umschlungen und schaut sich verliebt an

#7: Symptome beim Verkehr

Wer beim Geschlechtsverkehr ungeklärte Schmerzen verspürt, kann ebenfalls betroffen sein. Tritt außerdem Flüssigkeit aus der Brust aus, steigt die Wahrscheinlichkeit auf eine Sterilität. 

Aufschluss kann am Ende allerdings nur eines geben:

Frau hält sich beim Arzt den Bauch

#8: Diagnose beim Arzt

Die Symptome können Warnsignale sein, doch eine eindeutige Diagnose kann nur der Experte stellen. Eine gynäkologische Untersuchung mitsamt eines Abstriches, eines Ultraschalls und einer Hormonuntersuchung kann Aufschluss geben, wie es um die Fruchtbarkeit der Frau bestellt ist. Scheu dich also nicht, einen Frauenarzt aufzusuchen, wenn es bei deinem Partner und dir auch nach einem Jahr nicht mit dem Kinderwunsch klappen will.

Frauenkörper

#9: Therapiemöglichkeiten

Unfruchtbar – und jetzt? Keine Sorge, denn in Abhängigkeit von der gestellten Diagnose gibt es einige Behandlungsmöglichkeiten, mit denen du dir den Traum vom Nachwuchs unter Umständen doch schneller erfüllen kannst, als du dachtest. Durch eine Hormontherapie, eine Operation oder eine künstliche Befruchtung können die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöht werden. Deine individuellen Therapiemöglichkeiten besprichst du jedoch am besten mit deinem Frauenarzt. 

Paar, das es geschafft hat, ein Baby zu zeugen

#10: Beide Partner müssen ran

... und zwar nicht nur beim Akt: Auch bei einer Therapie gegen Unfruchtbarkeit müssen zuweilen beide Partner behandelt werden, damit es klappt – selbst wenn nur einer von ihnen unfruchtbar ist! Einen Vorteil hat das Ganze allerdings: Ihr könnt euch gegenseitig unterstützen und lernt so schon mal, in eure Elternrolle hineinzuwachsen.