10 Tipps für Frauen, die Karriere machen wollen

So lernst du, dich durchzusetzen:

Frau, die eine Tasse mit Karriere-Power-Motiv in der Hand hält
Quelle: Unsplash

Wie stark einschränkend der Faktor Geschlecht heutzutage immer noch wirken kann, merken die meisten Frauen vor allem, wenn sie sich daran machen, die Karriereleiter zu erklimmen. Die Faktoren sind hierbei vielfältig: Neben jahrhundertelanger rechtlich-politischer Benachteiligung, gegen die hierzulande in den letzten Jahren verstärkt gekämpft wird, wirkt Ungerechtigkeit auch heute noch auf alltäglicherer Ebene. Eigenschaften wie Durchsetzungskraft und Bestimmtheit, die an Männern bewundert werden, bringen weiblichen Kolleginnen zum Beispiel den Ruf ein, zickig oder übermäßig ehrgeizig zu sein. Außerdem sind viele Frauen in der Regel unsicherer, hilfsbereiter und höflicher als ihre männlichen Kollegen – dieses gesellschaftlich anerzogene sich-in-den-Hintergrund-Stellen ist karrieretechnisch jedoch Gift!

Es ist also Zeit, das überfreundliche Büro-Ich zu begraben und die Karriereleiter zu stürmen – mit viel Selbstbewusstsein, Authentizität und cleverem Networking. Ein erster Schritt in die richtige Richtung, alias nach ganz oben, ist die Umsetzung der zehn folgenden Tipps, die dein Arbeits-Leben verändern werden: 

Frau, die auf der Arbeit in Bluse und Anzugshose auf einer Treppe steht
Quelle: Unsplash

#1: Übernimm Verantwortung – auch, wenn es dir Angst macht

Einige Frauen scheuen sich davor, im Beruf Aufgaben mit größerer Verantwortung zu übernehmen oder diese bewusst einzufordern, da sich sich allzu oft eher auf ihre (vermeintlichen) Schwächen als auf ihre Stärken konzentrieren und sich ihr Scheitern schon im Vorfeld selbst einreden. 

Es ist vollkommen menschlich, Angst zu haben, doch deine Zweifel sollten dich beruflich nicht daran hindern, neue und schwierige Aufgaben anzugehen. Deine männlichen Kollegen mögen zwar optimistischer (und damit fälschlicherweise kompetenter) wirken, kochen aber auch nur mit Wasser. Trau dich also, ihnen die ein oder andere Aufgabe wegzuschnappen und vertrau auf deine Fähigkeiten – hättest du die nicht, wärst du nicht eingestellt worden, oder?

Frauen, die in einem Arbeits-Meeting ein Gespräch führen
Quelle: Unsplash

#2: Trau dich, in Gesprächen die Richtung anzugeben

Wenn du Gespräche mit deinem Chef oder Kollegen führst, ist es wichtig, auch mal die Gesprächsführung zu übernehmen. Das gelingt zum Beispiel, indem du schon zu Beginn den Rahmen bestimmst, indem du klar machst, was du ansprechen willst und welche zeitliche Dauer du dem Gespräch einräumst.

Und: Wenn du merkst, dass dein Gegenüber ablenkt oder unnötig abschweift, ist es nicht unhöflich, einzuhaken und wieder zum ursprünglichen Thema zurückzuleiten!

Diese Frau sitzt auf der Arbeit an ihrem Schreibtisch und lächelt zufrieden.
Quelle: Unsplash

#3: Streu im richtigen Moment etwas Eigenlob

Du musst nicht ständig betonen, wie du toll du bist und was du alles kannst, doch im richtigen Moment ist ein wenig Eigenlob definitiv gefordert: Deine Vorgesetzten entdecken deine herausragenden Leistungen nur im seltensten Fall ganz zufällig, insbesondere wenn du sie ständig als Verdienst des gesamten Teams abtust oder herunterzuspielen versuchst. Meetings und Gespräche geben dir Raum, deine Erfolge vorzustellen – und das solltest du auch unbedingt nutzen, denn deine männlichen Kollegen tun es schließlich auch!

Frau, die auf der Arbeit an ihrem Laptop sitzt
Quelle: Unsplash

#4: Vermeide Konjunktive

Viele Frauen verwenden Konjunktive à la "Ich könnte ...", "Es wäre von Vorteil, wenn ..." oder "Ich hätte einen Vorschlag", die zwar höflich gemeint sind, aber vorsichtig und unsicher wirken. Egal wie gut der Rest des Satzes oder der inhaltliche Vorschlag im Anschluss sind, auf deine Gesprächspartner wirken solche Konjunktiv-Formulierungen immer abmildernd. 

Formuliere deine Sätze im Indikativ ("Es ist von Vorteil, wenn ..." oder "Ich habe einen Vorschlag"), das gibt deinen Ideen verbal mehr Durchschlagskraft!

Männer, die auf der Arbeit bei einem Meeting zusammensitzen
Quelle: Unsplash

#5: Lass dich nicht unterbrechen

Wir alle kennen ihn: diesen einen Kollegen (oder sogar Chef), der einem im Meeting ständig das Wort abschneidet – entweder ungefragt oder mit einem pseudo-höflichen "Wenn ich kurz unterbrechen darf ...". Viele von uns sind zu höflich, um eine solche Dreistigkeit zu kommentieren, doch es ist wichtig, sich dagegen behaupten zu können. Entweder, du sprichst in Zukunft einfach lauter weiter und tust, als habest du den "Einwand" überhört oder aber du quittierst das Ganze mit einem netten, aber klaren "Diesen Gedanken dürfen Sie gerne äußern, wenn ich fertig bin". 

Frau, die an einem Tisch mit ihrem iPad arbeitet
Quelle: Unsplash

#6: Hör auf, dich ständig zu entschuldigen

Studien zeigen, dass Frauen sich durchschnittlich achtmal häufiger entschuldigen als Männer. An sich zeugt es von Stärke und Selbstkritik, einzulenken und Fehler eingestehen zu können, jedoch darfst du dich nicht inflationär entschuldigen. Das kann nämlich die Aufmerksamkeit verstärkt auf deine Schwächen lenken und lässt dich noch dazu unsicher wirken. 

In Zukunft solltest du dich also nur noch entschuldigen, wenn du tatsächlich einen Fehler gemacht hast, der es würdig ist, kommentiert zu werden. 

Büroraum mit Schreibtisch und motivierendem Wandspruch
Quelle: Unsplash

#7: Sag, was dich stört

Dauernörgler mag niemand, aber ewig zögernde Mäuschen auch nicht unbedingt. Wenn dir etwas auffällt, das dir ungerecht erscheint oder dich etwas stört, musst du aktiv werden. Trau dich, den einen Kollegen beiseite zu nehmen, der ständig deine Ideen als seine verkauft und mach ihm höflich, aber klar bewusst, dass du so nicht mit dir umspringen lässt. Setze eine Gehaltsverhandlung an und verlang mehr Geld, wenn dein Lohn nicht deinen Fähigkeiten und Aufgaben entspricht. 

Sag dir stets: Wenn mir etwas nicht passt, muss ich versuchen, es zu ändern. 

Kolleginnen, die networken und zusammen lachen
Quelle: Unsplash

#8: Nutze jede Gelegenheit zum Networking

Team-Events, Mittagspausen in der Kaffee-Küche, Branchentreffs und Weihnachtsfeiern solltest du nicht allein dafür nutzen, etwas länger als gewöhnlich mit deiner Lieblings-Kollegin zu plaudern: Sie bieten dir Gelegenheiten, neue Menschen kennenzulernen und dein berufliches Netzwerk auszubauen. Das sichert dir nicht nur hilfreiche Kontakte und die ein oder andere neue Perspektive, sondern auch Aufmerksamkeit und damit neue Erfolgsmöglichkeiten. 

Frau, die an ihrem Schreibtisch arbeitet und schreibt
Quelle: Unsplash

#9: Setz dich nicht unter Druck

Viele von uns sind echte Perfektionistinnen, die sich selbst härter beäugen als andere es jemals tun würden. Versuche, immer dein Bestes zu geben, aber auch anzuerkennen, wo deine Grenzen liegen. Nicht alles, was du beruflich machst, musst du als Glanzleistung verbuchen können. Und: Vieles geht gerade deshalb schief, weil du so hart zu dir selbst bist. 

Eine Frau, die an ihrem Computer am Schreibtisch sitzt und arbeitet
Quelle: Unsplash

#10: Lerne, ohne schlechtes Gewissen 'Nein' zu sagen

Hilfsbereitschaft und Team-Work sind in den allermeisten Berufen extrem wichtig, doch gerade Frauen übernehmen sich gerne mal, da sie sich nicht trauen, Aufgaben oder Gefallen abzulehnen. Das führt dazu, dass dein eigentlicher Verantwortungsbereich zu kurz kommt, deine Leistung sich unter Umständen verschlechtert und du überlastet bist. Überlege daher ganz genau, welche zusätzlichen Projekte und Aufgaben du annimmst und trau dich auch, sie begründet abzulehnen, wenn sie deinem Kernbereich oder deinen Interessen nicht entsprechen.