10 Dinge, die du lernst, wenn deine Kinder ausziehen

Nur weil ein Abschied nicht endgültig ist, tut er nicht weniger weh

Erwachsene Tochter mit ihrer Mutter
Quelle: Unsplash

Wenn man als Elternteil 18 Jahre oder gar mehr mit seinem Nachwuchs unter einem Dacht lebt, kommt der Auszug eines Kindes vom Gefühl her fast einer Trennung gleich – der Abschied, der eigentlich keiner ist, bringt Schmerz, Sorge und Veränderungen mit sich, mit denen man erst einmal umzugehen lernen muss. Doch wie heißt es schön? Man wächst an der Herausforderung, die uns zuweilen außerdem wichtige Erkenntnisse über andere, aber auch über uns selbst schenkt.

So wirst du zum Beispiel die folgenden 10 wichtigen Lektionen lernen, wenn dein Kind auszieht: 

#1: Was wehtut, muss nicht automatisch schlecht sein

Den Schmerz, den du empfindest, wenn dein Kind auszieht, wird dir erst einmal keiner nehmen können. Hinter diesem Gefühl verbergen sich oftmals auch Ängste vor Einsamkeit und Veränderung oder Sorge um den gut behüteten Nachwuchs. Doch mit der Zeit wirst du dich immer mehr an die neue Situation gewöhnen und erkennen, dass so eben der Lauf der Dinge ist. Schließlich bist du selbst ja auch irgendwann mal von zuhause ausgezogen, oder?

Aufgeräumtes Wohnzimmer
Quelle: Unsplash

#2: Dein Haus wird dir plötzlich viel aufgeräumter vorkommen

Nicht nur, dass es bei dir zuhause wahrscheinlich um einiges ruhiger sein wird, auch wirst du plötzlich mit viel weniger Chaos konfrontiert sein. Denn egal, wie ordentlich dein Nachwuchs war: Je weniger Menschen unter einem Dach zusammenleben, desto aufgeräumter ist es. Und das ist doch tatsächlich mal ein Vorteil, oder?

Unaufgeräumtes Zimmer
Quelle: Unsplash

#3: Doch an manchen Tagen wirst du das Chaos trotzdem vermissen

Die andere Seite der Medaille: An manchen Tagen wird dir das Chaos und der Lärm, den eine kinderreiche Familie mit sich bringt, ganz schön fehlen. Auch dieses Gefühl solltest du nicht verteufeln, sondern zulassen. Denn so weißt du die Zeit, die du dann wieder mit deinen Kindern verbringst, doppelt zu schätzen. 

Mutter und Tochter, die sich an der Hand halten
Quelle: Unsplash

#4: Du lernst loszulassen

Der Auszug deines Nachwuchs ist der erste Schritt ins Erwachsenenleben und ein wichtiger Abnabelungsprozess. Er lehrt dich, deinem Kind den Rücken zu stärken, aber ihm auch die nötige Distanz zu gewähren, um selbstständig zu sein und mit seinen Aufgaben zu wachsen. Dazu gehört auch, dass dein Kind seinen eigenen Haushalt führt und seine Wäsche selbst wäscht – greifst du ihm zu sehr unter die Arme, wird es sich immer auf dich verlassen und kann nie allein bestehen. Die richtige Balance zu finden, ist hier der Schlüssel.

Schwestern, die einander im Arm halten
Quelle: Unsplash

#5: Deine Kinder werden dich plötzlich überraschen

Gibst du ihnen Raum, sich zu entfalten, wirst du schon bald nach dem Auszug bemerken, wie positiv deine Kinder sich entwickeln: Sie werden selbstständiger, gewissenhafter und realistischer, lernen Probleme selbst anzugehen und Stärke zu beweisen. Diese Veränderung zu beobachten, gehört für Eltern zu den schönsten Dingen, die es gibt. 

Frau, die ein Buch auf dem Schoß hat
Quelle: Unsplash

#6: Du lernst deine neugewonnene Freiheit zu schätzen

Der Auszug deines Nachwuchs bringt viel Schmerz, aber auch positive Seiten mit sich: Dir wird auffallen, dass du plötzlich viel mehr Zeit hast, um deinen eigenen Gedanken und Interessen nachzugehen. Mutter oder Vater ist man zwar ein Leben lang, doch jetzt hast du ein Stück Verantwortung abgegeben – und das fühlt sich manchmal ganz gut an, oder?

Mann und Frau, die sich an der Hand halten
Quelle: Unsplash

#7: Dein Partner und du müssen sich vielleicht neu aufeinander einstellen

Nicht nur die Beziehung zu deinem Kind, auch die zu deinem Partner wird sich vielleicht verändern, wenn ihr plötzlich nur noch zu zweit zusammenwohnt. Es ist wichtig, einander in diesem Prozess zu unterstützen und sich gegenseitig Halt zu geben. Dann könnt ihr die neugewonnene Pärchenzeit schon bald genießen.

Familie vor einem Sonnenuntergang
Quelle: Unsplash

#8: Tage mit der ganzen Familie weißt du plötzlich besonders zu schätzen

Trifft die ganze Familie aufeinander, kann das manchmal ganz schön anstrengend sein. Ist der Nachwuchs aber erst einmal aus dem Haus, weiß man gerade diese Tage besonders zu schätzen. Und da das Ganze zeitlich beschränkt ist, hat man ja auch genügend Zeit, sich vor dem nächsten Familienfest ausgiebig zu erholen, oder?

Eine Familie läuft durch ein Feld
Quelle: Unsplash

#9: Und trotzdem wird nicht jeder Besuch reibungslos ablaufen

Für Eltern und Kinder ist es gleichermaßen schwer, sich in die neuen Rollen einzufinden: Deine Kinder sind plötzlich Gäste in deinem Haus und du Gast in ihrem. Vielleicht hat dein Nachwuchs sich auch grundlegend verändert und tut plötzlich eine ganz andere Meinung kund, weshalb ihr öfter aneinander geratet als früher. Auch das ist normal und erst einmal kein Grund zur Sorge: Über die Zeit lernt ihr, euch aufeinander einzustellen und eure eigenen Wege zu finden. Streitigkeiten sind innerhalb der Familie völlig normal – auch, wenn man sich nicht so häufig sieht wie früher.

Zwei Frauen halten einander im Arm
Quelle: Unsplash

#10: Aber am wichtigsten – ist die Distanz größer, wird die Liebe nicht kleiner!

Das Wichtigste, was dich der Auszug deines Kindes lehren wird, ist jedoch die Gewissheit, dass mit steigender Distanz die Liebe nicht weniger wird. Eure Beziehung wird sich vielleicht verändern, nicht aber auflösen. Behältst du diesen Grundsatz vor Augen, wird es dir viel leichter fallen, deinen Nachwuchs loszulassen. Die helfende Hand wirst du ihm trotzdem immer noch reichen können, so wie Eltern es eben tun.