10 Tipps, damit ihr euch an Weihnachten nicht streitet

Es ist schon wieder soweit: Im Supermarkt wurden die ersten Packungen Spekulatius und Lebkuchen gesichtet und uns wird klar, dass bald die besinnliche Zeit des Jahres beginnt. "Besinnlich" sind die Weihnachtstage bei den meisten Familien allerdings nicht. Die einen diskutieren über das Weihnachtsmenü, während die anderen sich nicht entscheiden können, welcher Baum es dieses Jahr werden soll. Um dem Weihnachtsstress vorzubeugen, findet ihr hier 10 Tipps, die euch dieses Jahr eine wirklich schöne Zeit im Kreise eurer Liebsten garantieren.

genervte Frau an Weihnachten
Quelle: Getty

1) Ärger gleich am Anfang rauslassen

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche trudelst du am Tag vor Weihnachten bei deiner Familie ein und willst eigentlich erstmal eines: Füße hoch und "Love Actually" streamen. Nicht mit deinen Eltern. Wie jedes Jahr bist du fest in die Weihnachtsvorbereitungen eingeplant und sollst die Plätzchen backen. Aber nicht nur irgendwelche Plätzchen, sondern die jeweilige Lieblingssorte deiner halben Verwandtschaft. Anstatt jetzt Ja und Amen zu sagen, solltest du jetzt den Entschluss fassen, nichts in dich reinzufressen und deinen Frust rauszulassen. Umso länger du nämlich einsteckst und bei jeder Bitte ruhig nickst, umso größer könnte die Gefühlsexplosion kurz vor - oder sogar beim Weihnachtsessen direkt werden. Also: Gleich die Frustration rauslassen für eine entspannte Weihnachtszeit.

Frau spaziert im Schnee mit Hund
Quelle: Getty

2) Einen Spaziergang machen

Obwohl du die Strategie aus Punkt 1 anwendest, lässt dir deine Familie keine Ruhe. Sie versuchen zwar, sich zusammenzureißen, aber wenn man nicht mehr bei den Eltern wohnt, muss man sich anfangs oft erst wieder zusammenraufen. Die Familie hat es immer noch am Besten drauf, unsere Wunden Punkte zu treffen und uns schnell in Rage zu versetzen (siehe jede Familienkomödie ever). Das ist sehr nervig, aber auch normal. Um dem ganzen Trubel und dem emotionalen Auf und Ab kurz zu entfliehen, sollte man hin und wieder das Haus verlassen. Eine Runde durch den Wald spazieren, bei dem das einzige Geräusch, das einen begleitet, der knirschende Schnee unter den Schuhen ist, hat bis jetzt noch fast jedes Problem gelöst. 

Familie an Weihnachten spielt Jenga
Quelle: Getty

3) Die alten Gemeinschaftsspiele auspacken

Hin und wieder ist Streit allerdings unvermeidbar. Eine weitere Methode, um dem großen Familiendrama aus dem Weg zu gehen, ist, negative Gefühle umzulenken. Am meisten Spaß bereitet das, indem man das gute, alte Monopoly auspackt und sich darüber ärgert, schon wieder auf dem Gefängnis-Feld gelandet zu sein, anstatt darüber, dass deine Plätzchen total verkohlt sind. Weitere potenzielle Streitpunkte: Die Frage, ob man nochmal würfeln darf, wenn der Würfel auf der Kante landet. Die Schwester, die mal wieder neue Regeln erfindet und dein Papa, der sich bei seinem Spielzug "verzählt". Fun Fact: 2016 errichtete Hasbro in Irland und Großbritannien eine Notruf-Hotline an den Weihnachtsfeiertagen, damit zerstrittene Spieler ihre Differenzen schnell aus der Welt schaffen können.

Viel Spaß beim Streiten! 

Lustiges Paar mit Weihnachtspulli
Quelle: Getty

4) Nimm's mit Humor

Oft steigern wir uns automatisch in Dinge rein, ohne zu bemerken, dass es Schlimmeres gibt. Deine Mutter kritisiert zum Beispiel deine Outfit-Wahl und dein Papa fragt dauernd, wann du endlich deinen nächsten Karriereschritt wagst. Das alles könnte dich tierisch auf die Weihnachtspalme bringen. Oder du entscheidest dich dafür, darüber zu lachen und deine Eltern zu fragen, wann sie endlich ihr eigenes Leben auf die Reihe bekommen wollen, anstatt sich auf deins zu konzentrieren. Dann hast du das Lachen und deine Eltern sind erstmal still. Prosit!

Frau und Kind mit Weihnachtsgans
Quelle: Getty

5) Sei kompromissbereit

Es geht um das Weihnachtsmenü. Deine Eltern wollen unbedingt ihre traditionelle Weihnachtsgans machen, obwohl du seit Jahren Vegetarierin bist. Gerade wenn es um Vorlieben beim Essen geht, sind die Unterschiede zwischen den Generationen oft groß. Hier werdet ihr wahrscheinlich nicht auf einen grünen Nenner kommen. Deshalb entscheidet euch lieber für einen Kompromiss. Der könnte zum Beispiel so aussehen, dass ihr dem Wunsch deiner Eltern an Weihnachten nachkommt und zu Sylvester du und deine (hoffentlich gleichgesinnten) Geschwister die Entscheidung treffen. So kommt jeder auf seine kulinarischen Kosten und bewegt sich möglicherweise sogar aus seiner Komfortzone. Oder haben deine Eltern schonmal vegetarisches Gulasch probiert? 

Familie an Weihnachten spielt Jenga
Quelle: Getty

6) Umgehe kritische Themen

Jeder kennt sie, jeder weiß, welche es sind. Bei bestimmten Themen ist es so gut wie sicher, dass Streit in der Familie ausbricht. Ob Politik, Haushaltsfragen oder wie man die besten Spitzbuben bäckt, hier treffen viele verschiedene Meinungen aufeinander und jeder hält seine eigene selbstverständlich für die einzig Wahre. Die Themen sorgen nicht nur an Weihnachten für viele hitzige Diskussionen, sondern das ganze Jahr lang. Deswegen könnte man sich vor den Weihnachtsfeiertagen darauf einigen, bestimmte Themen auszuklammern. Ihr könnt euch ja die restliche Zeit des Jahres darüber streiten, welche Ernährungsweise für Kinder die Richtige ist. 

Glückliche Familie auf Weihnachtsmarkt mit Glühwein
Quelle: Getty

7) Übe dich in Dankbarkeit

Auch wenn es in der Weihnachtszeit häufig eher stressig als besinnlich zugeht, ist es wichtig, ab und an innezuhalten und dankbar zu sein. Eine schöne Idee wäre, mit der ganzen Familie zusammenzukommen, um eine "Dankbarkeitsrunde" zu machen. Dafür versammeln sich alle um den Esstisch, auf dem leckere Plätzchen auf die Familie warten. Nun erzählt jeder am Tisch, wofür er heute dankbar ist. Diese einfache Methode kann dazu führen, dass wir unsere Perspektive von den nervigen Dingen des Weihnachtsalltags wegbewegen und uns den schönen Aspekten zuwenden. Dadurch kann es zu einigen schönen Momenten kommen, in denen man sich in Dankbarkeit gegenseitig die Hand tätschelt und umarmt. Am Ende besiegelt man das Ganze mit einer schönen Tasse Glühwein.

Glückliche Freunde beim Glühweintrinken
Quelle: Getty

8) Freunde treffen

Wer Weihnachten in der Heimat feiert, sieht nicht nur seine Familie nach längerer Zeit wieder, sondern auch alte Freunde. Sollte es im Elternhaus mal wieder heiß hergehen, dann entschuldigt man sich, indem man sagt, man muss noch ganz schnell was besorgen, bevor die Geschäfte schließen und trifft sich mit guten Freunden auf dem Weihnachtsmarkt. So verbindet man das lang ersehnte Wiedersehen unter Freunden mit der Möglichkeit, sich über das diesjährige Familienchaos auszutauschen. Umgeben vom Duft frischer Waffeln und warmem Wein sind alle Sorgen und Anspannungen schnell verflogen.

Paar sitzt gemütlich vor dem Kamin an Weihnachten
Quelle: Getty

9) Finde Zeit für dich und deinen Partner

Alle Jahre wieder geht es an Weihnachten darum, Zeit mit der Familie zu verbringen. Dabei kommt die gemeinsame Zeit mit dem Partner oft zu kurz. Du kümmerst dich mit deinem Vater um den Weihnachtsbaum, während dein Partner mit seiner Mutter Geschenke besorgt. Ihr seht euch erst abends wieder, wenn ihr völlig erschöpft aufs Sofa fallt. Gerade in der hektischen Weihnachtszeit ist es jedoch wichtig, dass ihr ein paar gemeinsame Stunden einräumt, in denen ihr euch ungestört von Eltern und Kindern über die Ereignisse des Tages austauschen könnt. Kinder freuen sich an den Weihnachtsfeiertagen eh darüber, ihre Geschenke auszuprobieren und die Eltern kann man getrost mal mit ein paar Plätzchen zu den Nachbarn  schicken.

Familie sitzt zusammen beim Weihnachtsessen
Quelle: Getty

10) Verabschiede dich von Perfektion

Wie auch an den restlichen 364 Tagen des Jahres sorgt Perfektion oft nur für Selbstzweifel und Stress und das kann man an Weihnachten so garnicht gebrauchen. Der Baum muss perfekt geschmückt sein und auf dem Familienfoto soll sogar der Hund lachen - damit bereitet man sich und allen Beteiligten nur unnötigen Ärger. Deshalb besser einfach kurz durchatmen und sich bewusst machen, dass die Welt nicht untergeht, wenn am Baum nicht der Weihnachtsschmuck von Tante Else hängt, den sie dir vor vier Jahren geschenkt hat. 

Jeder weiß, dass die Nerven an Weihnachten oft blank liegen. Mit unseren Tipps kannst du versuchen, die Lage zu entspannen. Im Zweifel ist es immer eine gute Idee, einfach mal jemandem eine feste Umarmung zu geben. Und wenn überhaupt nichts mehr geht, sei dir bewusst: Bald sind die Weihnachtsfeiertage auch wieder vorbei. Also lieber noch die leckeren Plätzchen genießen, über den eigenen Schatten springen und sich über die gemeinsamen Stunden mit der Familie freuen.